Büdnermuseum Oberjünne

Die Idee zur Einrichtung eines Büdnermuseums wurde im Jahr 2006 geboren. Wir - die Dorfbewohner - feierten in diesem Jahr den 225. Jahrestag der Ansiedlung von Büdnern in Oberjünne. Alle waren mit Enthusiasmus an der Vorbereitung und Durchführung des Festes beteiligt. Vor jedem Haus wurden alte Gegenstände aus vergangenen Zeiten ausgestellt, ein historischer Festumzug führte durch das Dorf, alte Landmaschinen und Geräte konnten bewundert werden, eine erste Broschüre zur Geschichte des Ortes wurde vorgestellt und das Staunen und der Frohsinn der vielen hundert Gäste nahmen kein Ende.


Bei mir entstand gleich im Anschluss an dieses beeindruckende Fest die Idee, die Historie weiter aufzuarbeiten, festzuhalten und wenn möglich zu präsentieren. Die Idee eines eigenen Büdnermuseums war geboren! Will man etwas zeigen, dann braucht es dazu Räumlichkeiten. Und so ging ich daran, unseren alten Heuboden für ein Museum flott zu machen. Parallel dazu hielt ich Ausschau nach alten Geräten, Haushaltsgegenständen und Mobiliar, um das Leben der Menschen vor 200 Jahren anschaulich darstellen zu können.

 

Im Jahr 2010 war es dann so weit. Mit einem Tag der offenen Tür öffneten wir - meine Frau und ich - im Juli zum ersten mal die Museumspforten für die Oberjünner und für Gäste aus den umliegenden Orten. Die damals kleine Ausstellung muss wohl viele Besucher von der Zukunft dieses Museums überzeugt haben. Denn in den folgenden Jahren erhielten wir von vielen Menschen die verschiedensten Ausstellungsstücke. Um diese zeigen zu können, veranstalteten wir auf unserem Büdnerhof jedes Jahr einen Tag der offenen Tür. Eingeladen wurden all jene, die ebenso interessiert an Heimatgeschichte waren und uns mit Rat und Tat und mit Sachspenden unterstützten. Diesen allen sei an dieser Stelle herzlichst gedankt.

 

Mit der schnell wachsenden Anzahl der Ausstellungsstücke war es immer wieder erforderlich, die Sammlung neu zu ordnen. Schwerpunkte der Ausstellung sind das Wohnen im Büdnerhaus, die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, die Arbeit auf den Feldern oder auf dem Gehöft, Handwerksberufe auf dem Lande und die Schulgeschichte von Oberjünne.

 

Vor einigen Jahren entstand die Idee, Sonderausstellungen zu zeigen. Durch die Vielzahl von Museumsobjekten wurde es nämlich möglich, einzelne Themen in den Mittelpunkt zu rücken. Und so gelang es uns die Besucher mit den Sonderausstellungen wie "Alte Kinderbücher, Schulbücher und altes Spielzeug", "Bilder unserer Heimat" und "Krippenausstellungen" zu begeistern.

 

Mit dem Büdnermuseum wollen wir die Geschichte unserer Vorfahren anschaulich darstellen, Begegnungsorte schaffen und die Verbundenheit mit unserer Heimat stärken. Wir wollen zeigen, dass unsere Ahnen und Urahnen in den vorangegangenen Jahren hart arbeiteten, jedoch auch Frohsinn empfanden und als Gemeinschaft vieles erreichten.

 

Das Büdnermuseum ist ein privates Museum. Feste Öffnungszeiten gibt es insofern nicht. Doch bei Interesse ist auf Anfrage jederzeit ein Besuch möglich. Wir freuen uns auf interessierte Besucher.

 

Sachspenden (alte Kinderbücher, altes Kinderspielzeug, historische Gegenstände zum täglichen Alltag, Leben und Arbeiten) nehmen wir sehr gern an.

 

Norbert Fröhndrich

 

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