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Besondere Orte

Cammer, hat trotz seiner überschaubaren Größe einige besondere Orte, die Geschichte, Natur und Gemeinschaft widerspiegeln:

Bockwindmühle

Die Bockwindmühle Cammer ist das markanteste Wahrzeichen des Dorfes und ein beeindruckendes Zeugnis traditioneller Mühlenbaukunst. Hoch über dem Ort gelegen, prägt sie das Landschaftsbild und ist schon von weitem sichtbar.

Als sogenannte Bockwindmühle gehört sie zu den ältesten Mühlentypen Europas. Ihr gesamter Mühlenkasten ist drehbar und wird je nach Windrichtung auf dem sogenannten „Bock“ ausgerichtet – eine Technik, die über Jahrhunderte hinweg zuverlässig funktionierte und bis heute fasziniert.

Heute ist sie ein gepflegtes Denkmal und Veranstaltungsort, der Geschichte, Handwerk, Kultur und Gemeinschaft in Cammer lebendig hält. 

Hier gelangen Sie zur Seite des Dorf- und Heimatvereins, wo Sie weitere erhalten Informationen erhalten können.

    Bockwindmühle   

Dorfkirche

Die Dorfkirche Cammer ist eine historische evangelische Saalkirche aus dem 15. Jahrhundert und prägt das Ortsbild des Dorfes bis heute. Der ursprünglich aus Feldsteinen errichtete Bau wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgestaltet.

Kennzeichnend sind der rechteckige Kirchenbau, die halbrunde Apsis sowie der markante Kirchturm mit Uhr, Wetterfahne und Glocke aus dem Jahr 1471.

Nach mehreren Sanierungen befindet sich die Kirche heute in einem guten Zustand und dient als Ort für Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und das gemeinschaftliche Leben im Ort.

Hier können Sie weitere Informationen erhalten.

        Dorfkirche mit Freidhof 

Gemeindehaus

Die Sanierung des Gemeindehauses in Cammer war ein bedeutendes Projekt, das über mehrere Jahre hinweg geplant und umgesetzt wurde.

Ausgangspunkt war Ende 2015 die Feststellung eines erheblichen Schimmelbefalls im Gebäude. In der Folge entwickelte sich eine intensive Diskussion innerhalb der Gemeindeverwaltung über Umfang und Kosten der notwendigen Maßnahmen. Erste Schätzungen gingen von rund einer halben Million Euro aus, was angesichts der Haushaltslage für große Zurückhaltung sorgte. Anfang 2016 wurde daher gezielt nach Einsparmöglichkeiten gesucht, ohne die Qualität der Sanierung zu gefährden.

Im März 2017 fasste die Gemeindevertretung schließlich den Beschluss, rund 400.000 Euro für das Vorhaben bereitzustellen und den Bauantrag einzureichen. Da sich die Gemeinde zu diesem Zeitpunkt im Haushaltssicherungskonzept befand, war zusätzlich die Zustimmung der Kommunalaufsicht erforderlich – ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung.

Die Bauarbeiten begannen im Herbst 2019 und konnten im März 2020 erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt beliefen sich die Investitionskosten auf rund 600.000 Euro. Dabei wurde das Projekt durch Fördermittel in Höhe von 120.000 Euro aus dem Kommunal-Investitionsfördergesetz des Landes unterstützt. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark beteiligte sich zudem mit einer Investitionspauschale von etwa 75.000 Euro. Für die Gemeinde selbst verblieb damit ein Eigenanteil von rund 405.000 Euro.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen standen vor allem die Beseitigung von Schimmel, die Verbesserung des Brandschutzes sowie die komplette Herstellung von Barrierefreiheit. Dazu gehören unter anderem angepasste Zugänge und eine behindertengerechte Gestaltung aller Räume. Zusätzlich wurde der große Saal durch eine neue Fensterfront optisch geöffnet, und ein Anbau schafft nun Platz zur Unterbringung von Mobiliar und Ausstattung.

Heute dient das Gemeindehaus wieder als zentraler Treffpunkt für Vereine und Veranstaltungen und stärkt insbesondere durch die Barrierefreiheit die Teilhabe aller Generationen.

Hier gelangen Sie zur Seite des Gutsparks, wo Sie weitere erhalten Informationen erhalten.

 

               Gemeindehaus - Eingang mit Vordach  historische Schautafel  barrierefreier Zugang 

Grenzsteine

Historisch und geografisch betrachtet liegt Cammer in der Region im Hohen Fläming, das stark von der ehemaligen Grenze zwischen dem Kurfürstentum Sachsen und der Mark Brandenburg geprägt wurde. Bis 1815 verlief die Grenze zwischen der Mark Brandenburg als Teil Preußens und Sachsen grob gesprochen von der Niederlausitz über die Elbe bis in den Raum zwischen Elster und Fläming. Die Grenze lag damals noch deutlich nördlicher als heute.

Südliche Teile des heutigen Landes Brandenburg lagen damals noch auf sächsischem Gebiet - darunter große Teile der Niederlausitz, Jüterbog, Belzig, Dahme und Baruth.

Die Gegend um Cammer, Damelang, Freienthal und das nahegelegene Brück war jahrhundertelang Grenzgebiet zwischen Brandenburg und Sachsen. 

Drei Grenzsteine von 1582 erinnern an die bis zum Wiener Kongress 1814/1815 südlich von Cammer verlaufende Grenze zwischen dem ehemaligen Verlauf zwischen dem sächsischen Amt Belzig und dem kurbrandenburgischen Territorium. 

Weitere Informationen zum Gutspark finden Sie hier.

             Obelisk-Grenzstein 

Gutspark

Mit seinen verschlungenen Wegen, Brücken und lauschigen Ecken sowie einer Vogelvoliere mit Exoten, Fasanen und Pfauen lädt der Gutspark in Cammer zum Spazieren und Verweilen ein. Der Gutspark wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von einem Barockpark zu einem Landschaftspark nach Wörlitzer Muster umgestaltet. Das zwölf Hektar große Gelände wird von zahlreichen Kanälen durchzogen. Während das 1829 gebaute Gutshaus 1949/1950 abgetragen wurde, zeugen vom Gutspark noch ein schöner Altbaumbestand, Wege zum Flanieren und Teiche mit Inseln. Die Anlage geht auf Albert von Broesicke zurück. Forst- und Gartenhaus, Eiskeller und Pferdestall sowie die Grabanlage des letzten Herren auf Cammer, Heino von Broesicke, sind erhalten geblieben.

Tipp: Vom Park aus führt der wieder hergerichtete Mühlensteig über Äcker und Wiesen zur Bockwindmühle in Cammer, die originalgetreu hergerichtet wurde. Einmal im Monat kann dort der Weg vom Korn zum Mehl nachverfolgt werden. Unterwegs öffnet sich der Blick auf die Belziger Landschaftswiesen, es geht vorbei an einem Storchenhorst und man passiert auch den Grabhügel der Gutsherrenfamilie Broesigke. Der Weg ist ausgeschildert mit einem Hinweisschild und dem Zeichen "Weiße Mühle auf grünem Grund". Weitere Informationen finden Sie hier.

         Gutspark  Gemeindehaus 

Fuhrwerkswaage

Die Fuhrwerkswaage in Cammer, einem Ortsteil der Gemeinde Planebruch, ist ein kleines, aber bedeutendes Zeugnis der landwirtschaftlichen Geschichte des Dorfes. Früher diente sie dazu, beladene Fuhrwerke zu wiegen – etwa bei der Ernte von Getreide, Kartoffeln oder Holz. Sie war damit ein wichtiger Bestandteil des wirtschaftlichen Lebens und sorgte für faire Abrechnungen zwischen Bauern, Händlern und Gut.

Heute erinnert die historische Waage an die Zeit, in der Landwirtschaft und Handarbeit den Alltag bestimmten. Als erhaltenes Relikt trägt sie zur Identität des Ortes bei und macht ein Stück Dorfgeschichte sichtbar. 

Hier gelangen Sie zur Seite des Gutsparks, wo Sie weitere erhalten Informationen erhalten.

     Fuhrwerkswaage 

Spielplatz

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Die umliegende Landschaft

Cammer liegt inmitten einer typischen brandenburgischen Kulturlandschaft, die von Weite, Ruhe und Natur geprägt ist. Charakteristisch für die Umgebung sind große Ackerflächen, sanfte Wiesen und große Waldstücke, die sich harmonisch abwechseln. Die Belziger Landschaftswiesen sind ein weitläufiges Niederungsgebiet mit hoher Bedeutung für den Natur- und Artenschutz. Ebenso ist die Umgebung Teil eines wichtigen Trappenschutzgebiets, das dem Schutz der seltenen Großtrappen und ihres Lebensraums dient – einer der bedeutendsten Brut- und Schutzräume dieser Vogelart in Deutschland.

Auch die Tierwelt ist vielfältig: Neben Rehen, Feldhasen und zahlreichen Vogelarten ist die Region vor allem für ihre geschützten Arten bekannt. Die Nähe zum Trappenschutzgebiet unterstreicht die besondere ökologische Bedeutung der Landschaft rund um Cammer.

So verbindet die Umgebung von Cammer Ruhe, Weite und Ursprünglichkeit mit einem hohen Naturwert – ein Stück Brandenburg, in dem sich Dorfleben und Naturschutz auf besondere Weise ergänzen. Den Link zur Galerie finden Sie hier. Viel Freude beim Durchstöbern!

       vor den Feldern des Dorfes 

weitere Sehenswürdigkeiten

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