BannerbildBannerbild
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Traditionen

Traditionen in Cammer

Einheitsfeuer

Das Einheitsfeuer in Cammer, einem Ortsteil der Gemeinde Planebruch, ist eine feste Tradition rund um den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.

Mit dem gemeinsamen Entzünden des Feuers wird an die Wiedervereinigung Deutschlands erinnert und ein Zeichen für Zusammenhalt und Gemeinschaft gesetzt. In stimmungsvoller Atmosphäre kommen die Einwohnerinnen und Einwohner zusammen, tauschen sich aus und verbringen einen geselligen Abend am Feuer.

Oft wird das Einheitsfeuer durch Vereine oder engagierte Bürger organisiert und mit kleinen Angeboten wie Speisen und Getränken begleitet. Es bietet Gelegenheit, innezuhalten, Geschichte zu würdigen und gleichzeitig das Miteinander im Dorf zu stärken.

So verbindet das Einheitsfeuer in Cammer Erinnerung und Gemeinschaft – und ist ein fester Bestandteil des jährlichen Dorflebens. 

Ausrichter sind der örtliche Anglerverein und der Jugendclub.

Herrentuten

Vor Jahrhunderten war es in den Flämingdörfern üblich, dass die Hüter der Tiere, die sich übers Jahr um das Vieh der Bauern kümmerten, kurz vor Heiligabend mit ihren Signalhörnern durch die Straßen zogen. So verkündeten sie nicht nur die Ankunft des Christkindes, sie ließen damit auch laut und vernehmbar wissen, das Zahltag ist, dass sie nun den Lohn des Jahres einsammeln. „Cammer ist der einzige Ort in Brandenburg, wo sich die Tradition erhalten hat“, berichtete Andreas Koska. Als der Beruf des Hirten ausstarb, übernahm der Nachtwächter das Tuten. Als auch er nicht mehr benötigt wurde, sprang der Dorflehrer ein, und der aktivierte die Kinder – meist die Konfirmanden. Und da nun auch die rar sind, übernehmen Jungs im Jugendweihealter wie Chris und Marvin das Ehrenamt. Hier finden Sie weitere Informationen dazu.

Maibaumstellen

Das Maibaumstellen in Cammer, einem Ortsteil der Gemeinde Planebruch, ist eine lebendige Tradition und ein wichtiger Bestandteil des dörflichen Brauchtums.

Jedes Jahr wird am 1. Mai ein geschmückter Maibaum im Gutspark aufgestellt. Mit bunten Bändern und einem Kranz versehen, steht er als Zeichen für den Frühling, das Leben und den Zusammenhalt der Gemeinschaft.

Das Aufstellen des Maibaums ist dabei ein gemeinschaftliches Ereignis: Viele helfende Hände sorgen dafür, dass der Baum sicher errichtet wird. -Das Ganze wird von einem kleinen Fest begleitet – mit Musik, Essen und geselligem Beisammensein.

Organisiert wird das Maibaumstellen durch den Feuerwehrverein Cammer und den Jugendclub mit Unterstützung vieler helfender Hände aus der Dorfgemeinschaft selbst. Es bietet Gelegenheit, zusammenzukommen, Traditionen zu pflegen und den Frühling gemeinsam zu begrüßen.

So steht das Maibaumstellen in Cammer nicht nur für Brauchtum, sondern vor allem für Gemeinschaft und gelebte Dorfkultur.

       Maibaum 

Osterfeuer

Das Osterfeuer am Karsamstag ist in Cammer, einem Ortsteil der Gemeinde Planebruch, ein fester Bestandteil des dörflichen Brauchtums und ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.

Traditionell versammeln sich die Einwohnerinnen und Einwohner am Abend des Karsamstags, um gemeinsam das große Feuer zu entzünden. Das Osterfeuer steht symbolisch für den Abschied vom Winter und den Neubeginn des Frühlings. Gleichzeitig hat es seinen Ursprung in alten christlichen und vorchristlichen Bräuchen, die Licht und Wärme in den Mittelpunkt stellen.

In Cammer ist das Osterfeuer vor allem ein geselliges Ereignis. In gemütlicher Atmosphäre kommen die Menschen zusammen, tauschen sich aus und genießen das Beisammensein. Häufig wird die Veranstaltung durch den Dorf- und Heimatverein organisiert und durch Speisen und Getränke begleitet.

So verbindet das Osterfeuer Tradition, Gemeinschaft und Geselligkeit – und ist jedes Jahr ein besonderer Moment im Dorfleben von Cammer.

Ausrichter des Osterfeuers ist der örtliche Anglerverein mit Unterstützung des Jugendclubs.

Ostereiersuche

Die Ostereiersuche in Cammer ist ein fröhlicher Höhepunkt für die jüngsten Einwohner und ein fester Bestandteil des dörflichen Osterbrauchtums.

Jedes Jahr am Ostermontag machen sich die Kinder mit großer Begeisterung auf die Suche nach bunt gefärbten Eiern und kleinen Überraschungen, die liebevoll versteckt wurden – oft im Gutspark oder auf einer Wiese im Ort. Dabei stehen Spaß, Bewegung und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.

Organisiert wird die Ostereiersuche durch den Jugendclub und freiwillige Helfer aus dem Ort. Auch Eltern und Großeltern begleiten das bunte Treiben und sorgen für eine familiäre Atmosphäre.

Die Ostereiersuche verbindet Tradition mit Freude und stärkt das Gemeinschaftsgefühl – ein schönes Beispiel für das lebendige Dorfleben in Cammer.

Pfingstmaien

Pfingstmaien sind frisch geschlagene, junge Birkenzweige oder kleine Birkenbäume, die zu Pfingsten als Symbol für Frühling, Fruchtbarkeit und Liebe an Häusern, Türen oder Toren befestigt werden. Dieser Brauch dient traditionell dem Schmücken, soll böse Geister vertreiben und ist regional oft mit Liebesbekundungen verbunden. 

Verwendung: Die meist mit bunten Kreppbändern geschmückten Birkenzweige werden an Häuser gesteckt, am Fachwerk angenagelt oder als kleiner Baum vor die Eingangstür gestellt.

Liebesmaien

Dieser alte Brauch ist ein Liebesgeständnis junger Männer an ihre Angebeteten und wird besonders in ländlichen Regionen Deutschlands, etwa in Brandenburg und Bayern, gepflegt. Die frischen Birkenzweige stehen für das Erwachen der Natur, Lebenskraft und Zuneigung ("Ich bin dir grün!"). Die Maien werden von Männern in der Nacht auf Pfingsten an den Häusern der Angebeteten angebracht.

Schandmaien

Als Gegenstück wurden früher "schmähliche" Gaben, wie vertrocknete Äste, als Zeichen der Missgunst an Häuser gesteckt. 

Pfingstmaien sind Teil der vielfältigen Frühsommerbräuche, die Pfingsten als Fest der Lebensfreude und des neuen Grüns feiern.